„Was Sie mit mir als Bürgermeisterin bekommen“
Das Programm für Pullach 2026 bis 2032
Pullach ist für mich Heimat. Seit 25 Jahren lebe ich mit meiner Familie Am Grundelberg. Ich will, dass unsere Gemeinde ein Ort bleibt, an dem wir uns alle wohl und sicher fühlen. Als Bürgermeisterin werde ich dafür Verantwortung übernehmen, pragmatisch, verlässlich und mit einem offenen Ohr.
Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sollen wissen, woran sie mit mir sind: klare Werte und ein Programm, das nicht bei Überschriften stehen bleibt. Die SPD Pullach und ich benennen 18 konkrete Maßnahmen in drei vernetzten Zielen:
1. Ein qualifizierter Mietspiegel für Pullach
Ein Mietspiegel macht Wohnungen nicht automatisch günstiger, aber er schafft Verlässlichkeit. Vermieter können bei Neuvermietungen die Mieten nicht willkürlich anheben, und Mieter wissen, was angemessen ist. Das schützt vor Ausreißern und bringt mehr Fairness auf den Wohnungsmarkt. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Pullach einen qualifizierten Mietspiegel bekommt.
2. Eine Mitwohnzentrale für Alt und Jung
Viele ältere Menschen wohnen allein in zu großen Wohnungen und junge Menschen suchen ein bezahlbares Zimmer. Ich möchte eine Mitwohnzentrale ins Leben rufen, die beide Gruppen zusammenbringt: unkompliziert, menschlich, geschützt vor Missbrauch. So entsteht ein Geben und Nehmen, das allen gut tut.
3. Ein Mehrgenerationenprojekt fördern
Alt und Jung sollen wieder mehr voneinander haben. Ich will ein Wohnprojekt unterstützen, in dem verschiedene Generationen zusammenleben. Damit ermöglichen wir ein selbstbestimmtes Leben und beugen Einsamkeit vor.
4. Fahrkarten für alle Pullacher Schulkinder
Unser Ort ist nicht riesig – aber der Schulweg ist für viele Kinder ein tägliches Nadelöhr. Mit einem kostenlosen Ticket für alle Pullacher Schülerinnen und Schüler entlasten wir den Verkehr rund um die Schulen und schaffen neue Möglichkeiten: zur Schule, zu Freunden, zum Sportverein – nicht nur zu Fuß, mit dem Rad oder dem Elterntaxi, sondern auch bequem und klimafreundlich mit Bus und Bahn.
5. Bessere Beleuchtung auf öffentlichen Wegen
Sicherheit im Dunkeln ist ein berechtigtes Anliegen – und das geht auch klimafreundlich. Ich will ein intelligentes, energiesparendes Beleuchtungskonzept für Pullach, das Fußwege sicherer macht, ohne unnötig Energie zu verschwenden oder Insekten zu gefährden
6. Fairnesszonen zur Verkehrsberuhigung
Wir alle profitieren, wenn im Straßenverkehr mehr Rücksicht genommen wird. Speziell rund um den Kirchplatz, will ich sogenannte Fairnesszonen einrichten. Davon profitieren besonders Kinder und Senioren. Appelle alleine reichen nicht. Ich setze auf sanfte gestalterische Maßnahmen, die automatisch zu mehr Umsicht führen.
7. Eine Pullach-App als virtueller Dorfplatz
Was ist los in Pullach? Welche Neuigkeiten gibt es von Vereinen, welche Veranstaltungen sind in diesem Jahr geplant, welchen Raum kann ich als Verein für ein Treffen reservieren. All das sollte auf einen Klick verfügbar sein. Ich will eine gemeindefinanzierte App einführen – frei von Werbung und politischem Einfluss, aber mit allem, was Pullach bewegt: Infos, Austausch und Beteiligungsmöglichkeiten.
8. Verbindliche Antworten aus dem Rathaus
Wer schreibt, anruft oder eine Frage stellt, soll auch eine Antwort bekommen – das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Als Bürgermeisterin werde ich sicherstellen, dass jede Anfrage zuverlässig beantwortet wird. Wer sich ans Rathaus wendet, hat einen Anspruch darauf, zu wissen, ob seine Anfrage angekommen ist und wer den Sachverhalt bearbeitet.
9. Räume wie die Kegelbahn einfach und unbürokratisch nutzbar machen
Die Kegelbahn im Bürgerhaus wurde aufwendig saniert, aber statt sie mit Leben zu füllen, wird das Buchen durch Bürokratie und Personalmangel erschwert. Wir wollen das ändern: Die Kegelbahn soll künftig wieder direkt und unkompliziert über den Pächter des Treibhaus gebucht werden können, wie früher. Dieses einfache Verfahren soll Vorbild für andere gemeindliche Räume werden. Ich möchte, dass Räume in Pullach, speziell im Bürgerhaus, wieder für das genutzt werden können, wofür sie gedacht sind: Begegnung, Gemeinschaft und (Vereins-)Leben.
10. Echte Bürgerbeteiligung bei der Ortsentwicklung
Große Fragen wie z. B. die Zukunft der Ortsmitte oder des Pullacher Bahnhofs beschäftigen uns alle. Ich will, dass solche Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden, sondern gemeinsam mit den Pullacherinnen und Pullachern.
11. Das Jugendparlament stärken
Junge Menschen wollen und sollen mitreden. Das Jugendparlament ist ein starkes Instrument der politischen Teilhabe, das wir als SPD mit auf den Weg gebracht haben. Ich werde es weiter stärken, z. B. durch regelmäßige Treffen mit Bürgermeisterin und Gemeinderat und durch echte Mitsprache bei Themen, die Jugendliche betreffen.
12. Toiletten im Bahnhof statt Tieferlegung der S-Bahn
Die Aufregung über die Unpünktlichkeit der S-Bahn und die teils enormen Schließzeiten der Bahnschranken ist groß. Tatsächlich liegen die Angelegenheiten der Deutschen Bahn leider weit außerhalb der Zuständigkeit von Bürgermeisterin und Gemeinderat. Statt auf Lösungen zu setzen, die nie kommen werden, will ich umsetzen, was geht: Funktionierende Toiletten und einen einladenden Wartebereich in unserem unter Denkmalschutz stehenden Bahnhof.
13. Neue Grundschule auf den Seitnerfeldern
Die jetzige Grundschule ist schon lange zu klein. Aktuell werden drei Klassenräume geschaffen, die leider nur wegfallende im „Rabennest“ ersetzen. Für die Anforderungen an eine verlässliche Ganztagsbetreuung reicht der Platz nicht aus. Im Moment werden dafür Provisorien über ganz Pullach verstreut. Wir wollen daher eine neue Grundschule auf den Seitnerfeldern bauen: modern und mit klarem pädagogischen Konzept. Natürlich wollen wir, dass so geplant wird, dass auch künftig ausreichend Fläche für Feierlichkeiten bleibt.
14. Räume für VHS und Vereine in der alten Grundschule
Der Umzug der Grundschule schafft neue Möglichkeiten – und die wollen wir nutzen. In der alten Grundschule sollen Räume für die Volkshochschule, für unsere vielen aktiven Vereine, für Musik, Bewegung und Begegnung zur Verfügung stehen. Ich bin sicher, dass Pullach an dieser Stelle gewinnt: einen Ort für gemeinsames Üben, Treffen, Austauschen – für all das, was unsere Gemeinde so lebendig macht.
15. Ein neues Freizeitbad für Pullach
Unser Schwimmbad ist in die Jahre gekommen. Technik, Gebäudehülle, Betrieb alles ist am Limit. Eine Sanierung wäre teurer als ein Neubau. Deshalb wollen wir den Vorschlag von 2016 wieder aufnehmen: Ein neues Schwimmbad auf der Wiese an der Münchner Straße. Der Standort hat viele Vorteile: keine enge Zufahrt, genug Platz für Parkplätze und der laufende Badebetrieb kann im alten Bad weitergeführt werden, bis das neue fertig ist.
16. Ein Gedenkort an der Hochleite
Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist unsere Verantwortung und die beste Versicherung gegen künftige Extremisten. Ich setze mich dafür ein, dass an der Hochleite ein würdiger Gedenkort entsteht – mit einer Gedenktafel und einem klar sichtbaren Bekenntnis zu Menschlichkeit. Damit das, was nie hätte geschehen dürfen, sich niemals wiederholt.
17. Der Radweg über die Isartalbahntrasse muss endlich kommen
Die Radwegverbindung über die Isartalbahntrasse nach Pullach wartet seit über 20 Jahren auf Umsetzung. Sie war ein Vorschlag der SPD und wurde von uns mit viel Herzblut beworben. In erster Instanz hat die Gemeinde gegen den Grundstückseigentüber gewonnen. Sobald die Enteignung abgeschlossen ist, muss gebaut werden. Ich setze mich dafür ein, dass der Lückenschluss Richtung Süden nicht weiter verschleppt wird. Für eine sichere, direkte und klimafreundliche Mobilität.
18. Jugendfreizeitstätte und Skaterplatz kommen – weil wir es wollen
Gute Jugendarbeit braucht mehr als schöne Worte. Die SPD hat vorgeschlagen, die Jugendfreizeitstätte auf der Polizeiwiese zu errichten – jetzt ist der Spatenstich erfolgt. Es entsteht ein Ort für unsere Jugendlichen, für Begegnung, Bewegung, Musik und Freizeit. Der Sportverein profitiert von Umkleiden, Duschen und sanierte Spielflächen. Pfadfinder und Pullacher Madeln bekommen dort ebenfalls Räume. Und nach der Fertigstellung gehen wir sofort die Sanierung und Erweiterung des Sportheims an!
Fazit:
Pullach hat viele Chancen – wir müssen sie nur nutzen. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Gute Ideen muss man haben und dann konsequent umsetzen. Wenn Sie sich frischen Wind im Rathaus wünschen, dann freue ich mich über Ihre Stimme am 8. März.
Ihre Ulrike Barth
SPD-Kandidatin für das Bürgermeisteramt